0,3 W/m2

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FAQ

Häufig gestellte Fragen - Wir geben Antworten!

In der Liste der häufig gestellten Fragen finden Sie Antworten zu allen Fragen zum Thema Bräunungslampen und UV-Produkttechnologie:

Welche Rolle spielt die UV-Lampe in einer Sonnenbank?
Die Lampe ist das „Herzstück“ eines Solariums, da sie im wesentlichen Ausmaß das abgegebene Spektrum sowie die erzeugte Bestrahlungsstärke bestimmt und somit für die vermittelten Wirkungen verantwortlich ist. Letztendlich ist die Lampe das Kernelement im gesamten Geschäft eines Sonnenstudios.
Was ist der Unterschied zwischen Hochdruck- und Niederdrucklampen?

Niederdrucklampen erzeugen bereits ein zielgerichtetes Spektrum, d.h. eine zusätzliche Strahlenfilterung ist nicht erforderlich, weshalb sie eine bessere Energiebilanz aufweisen.

Hochdrucklampen produzieren ein Spektrum, das unbedingt gefiltert werden muss, da sowohl kurzwellige UVC- und UVB- als auch sichtbare und Infrarote Strahlung abgegeben wird. Durch die erforderliche Filterung fällt die Energiebilanz im Vergleich zur Niederdrucklampe deutlich schlechter aus. Anders als mit Niederdrucklampen lassen sich mit Hochdrucklampen hohe Bestrahlungsstärken auf kleinen Flächen erzeugen.

Warum spricht man einmal von Röhren und eine andermal von Lampen?

Umgangssprachlich werden häufig nicht ganz korrekte Bezeichnungen verwendet. Die Glühlampe wird oftmals als „Birne“ bezeichnet, weil sie birnenförmig ist. Leuchtstofflampen sind röhrenförmig und werden daher oft fälschlicherweise Röhre genannt. Allerdings wurden früher Leuchtstofflampen für die Allgemeinbeleuchtung auch „Neonröhren“ genannt.

Was ist der Unterschied zwischen kurzer und langer Elektrode?

Nur bei Hochlastlampen (140, 160, 180 und 225W) ist zwischen beiden Elektrodendesigns (-bauarten) zu unterscheiden.

Die kurze Elektrode wird auch als Short Mount (kurzer Lampenfuß) bezeichnet und repräsentiert die Standardtechnologie. Im Vergleich zu Beleuchtungslampen nehmen Besonnungslampen gleicher elektrischer Leistung mehr Strom auf und erzeugen dadurch eine höhere Strahlungsleistung. Bei Cosmedico sind sie an der Bezeichnung „HO“ (High Output) zu erkennen. Bei Hochlastlampen mit kurzer Elektrode ist die Einhaltung der optimalen Betriebstemperatur durch korrekt ausgelegte Kühlung besonders wichtig, da sie ansonsten eine deutlich geringere Bestrahlungsstärke erzeugen.

Die lange Elektrode wird auch Long Mount (langer Lampenfuß) genannt. Lampen dieser Technologie weisen an beiden Enden eine Kühlzone auf, wodurch die Betriebstemperatur weitaus weniger Einfluss auf die Höhe der erzielten Strahlungsleistung hat. Im Vergleich zu Hochlastlampen mit kurzer Elektrode benötigen sie weniger Strom bei gleicher elektrischer Leistung, produzieren aber zumeist eine höhere Bestrahlungsstärke. Bei Cosmedico sind sie mit der Bezeichnung „VHO“ (Very High Output) gekennzeichnet.

Wonach sollte ich eine UV Lampe auswählen?

Nach der der UV-Schutz-Verordnung (UVSV) dürfen gewerblich genutzte Solarien in Deutschland seit dem 1. August 2012 die erythemwirksame Bestrahlungsstärke von 0,3 W/m² nicht übersteigen.

Falls Sie bereits ein Solarium besitzen, das den zulässigen Höchstwert der erythemwirksamen Bestrahlungsstärke einhält, können Sie jede äquivalente Lampe als Ersatz auswählen (vgl. auch Frage: Was ist Äquivalenz?).

Soweit Sie nicht sicher sind, ob Ihr Solarium den Höchstwert nicht überschreitet, sollten Sie sich zur Sicherstellung der Einhaltung der wirksamen Bestrahlungsstärke mit einem Spezialisten abstimmen. Die Cosmedico-Mitarbeiter beraten Sie gerne.

Neben der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften spielt natürlich auch die Wirkung der Lampe bei der Auswahl eine Rolle.

Wenn Sie eine Lampe bevorzugen, die rasch bräunt (d.h. hohe Wirksamkeit für die Pigmentdunkelung bzw. Sofortbräunung), sollten Sie darauf achten, dass die Lampenwirkung überwiegend durch den UVA-Anteil erfolgt (z.B. erkennbar durch den Y-Wert < 2 des UV-Codes).

Erwarten Sie hingegen von der Lampe, dass sie mehr die Pigmentbildung anregt und zu einer dauerhaften Bräunung führt sowie auch mehr im Sinne der Gesundheitspflege wirkt, dann sollte sie überwiegend über ihren UVB-Anteil wirken (z.B. erkennbar durch den Y-Wert > 3 des UV-Code).

Die Datenblätter der Cosmedico Lampen liefern im Regelfall alle wesentlichen technischen und strahlungsphysikalischen Angaben sowie die Lampenspezifikation. Zum Download (Sie müssen eingeloggt sein, um die PDF-Dateien herunterladen zu können)

Was ist Äquivalenz?

Äquivalenz im engeren Sinne bedeutet Gleichwertigkeit. Bei UV-Leuchtstofflampen ist die Austauschbarkeit beim Lampenersatz über die Äquivalenz geregelt

Eine Ersatzlampe ist zur Originallampe dann äquivalent, wenn sie die gleiche Lampenleistung (in Watt), gleiche optische Eigenschaften (ohne Reflektor bzw. Reflektortyp) und einen vergleichbaren UV-Code aufweist. Die erlaubte Toleranz beim UV-Code beträgt im X-Wert bis zu minus 25% und im Y-Wert ± 15%. Das bedeutet, dass die Ersatzlampe keinesfalls eine höhere Erythemwirksamkeit aufweisen darf.

Was bedeuten UVB-Prozentsätze?

Das Verhältnis des Anteils an UVB-Strahlung zur UVA-Strahlung, d.h. der Quotient aus den Bestrahlungsstärken im UVB und der im UVA.

Beispiel 1: Eine Lampe erzeugt im UVA 20 W/m² und im UVB 180 mW/cm² (= 0,18 W/m²) [Rechnung: 0,18 : 20 = 0,009 x 100 = 0,9 %]

Der UVB-Prozentsatz ist eine relative Größe und sagt daher nur wenig über Wirksamkeit einer Lampe aus. Die Bedeutung des UVB-Prozentsatzes wird als Indiz (Kennzeichen) der Lampenqualität deutlich überschätzt.

Beispiel 2: Eine Lampe erzeugt im UVA 22 W/m² und im UVB 180 mW/cm² (= 0,18 W/m²) [Rechnung: 0,18 : 22 = 0,0082 x 100 = 0,82 %]

Eine zweite Lampe erzeugt im UVA 20 W/m² und im UVB 170 mW/cm² (= 0,17 W/m²) [Rechnung: 0,17 : 20 = 0,0085 x 100 = 0,85 %]

Obwohl sowohl der UVA- als auch UVB-Wert niedriger ausfallen, ergibt die zweite Lampe einen höheren UVB-Prozentsatz.

Wie kann ich die Lebensdauer einer Lampe maximieren?

Durch Einhaltung der optimalen thermischen Bedingungen beim Lampenbetrieb. Hierzu gehören beispielsweise auch regelmäßiges Wechseln der Filtermatten in der Sonnenbank und Wartung der Abluftanlage

Wie kann die UV-Bestrahlungsstärke einer Besonnungslampe gemessen werden?

Zur exakten Messung der UV-Bestrahlungsstärke wird ein Spektralradiometer mit Doppelmonochromator benötigt. Hierbei wird die erzeugte Strahlung „zerlegt“ und die Bestrahlungsstärke jeweils pro Nanometer bestimmt.

Es gibt auch sogenannte UV-Breitbandradiometer, die über den gesamten UV-Bereich eine bestimmte (Mess-)Empfindlichkeit aufweisen. Hierbei ist jedoch die Messungenauigkeit und –unsicherheit sehr viel größer, sodass derartige Messungen zumeist nur orientierenden Charakter aufweisen.

Wie unterscheidet sich offenes und geschlossenes Glas?

Durch spezielle Zusätze in die Glasschmelze kann die Filterkante des Glases zu höheren Wellenlängen verschoben werden, d.h. die Transmission (Durchlässigkeit) für insbesondere UVB-Strahlung wird geringer. Man spricht dann vom „geschlossenen“ Glas. Bei „offenem“ Glas liegt die Filterkante mehr im kurzwelligen Bereich und es wird ein höherer Anteil von UVB-Strahlung durchgelassen. In jedem Fall ist die Menge an UVB-Strahlung immer begrenzt.

Was ist RoHS?

Die RICHTLINIE 2011/65/EU, des europäischen Parlaments vom 8. Juni 2011, regelt die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Auch RoHS genannt (Restriction of (the use of certain) hazardous substances). Obwohl UV-Leuchtstofflampen Quecksilber und zumeist auch Blei im Kolbenglas enthalten, sind sie von der Richtlinie ausgenommen, da derzeit alternative Produkte ohne die genannten Substanzen nicht zur Verfügung stehen.

Was ist bei der Entsorgung von UV-Lampen zu berücksichtigen?

Auf Grund der gefährlichen Inhaltsstoffe in erster Linie Quecksilber, müssen die Lampen einem Recyclingkreislauf zugeführt werden und dürfen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Was ist zu beachten, wenn ein Lampe zerbricht?

Sofort den Raum belüften und idealerweise einen Atemschutz zur Reinigung verwenden. Alle Kleinteile sorgfältig aufkehren und ggf. Reste mit Klebeband aufnehmen. Alle Splitter und Reste in einem verschließbaren Gefäß der Entsorgung zuführen. Die Verwendung eines Staubsaugers ist nicht zu empfehlen, da dieser bei weiterer Verwendung das Quecksilber mit der Abluft im Raum verteilen würde.

Wann ist eine Lampe 0,3 W/m² fähig?

Wenn man verschiedene Solarien mit dem gleichen Lampentyp bestückt, sind die von den Geräten erzeugten Bestrahlungsstärken sehr verschieden, da die Anzahl und Anordnung der Lampen, die Eigenschaften der Acrylglasscheiben und Reflektoren sowie die Betriebsbedingungen sehr unterschiedlich ausfallen können. Daher kann man von keinem üblichen Lampentyp grundsätzlich und mit letzter Sicherheit sagen, dass der zulässige Höchstwert der erythemwirksamen Bestrahlungsstärke von 0,3 W/m² eingehalten wird. Es ist lediglich eine grobe Abschätzung anhand des spezifizierten UV-Codes im Äquivalenzschlüssel möglich, wonach Lampen mit einem X-Wert < 30 häufig im Solarium unterhalb von 0,3 W/m² für die wirksame Bestrahlungsstärke bleiben. Allerdings ist das keinesfalls eine Garantie, da Lampen mit X = 25 durchaus den erlaubten Höchstwert bereits übersteigen können, während solche mit X = 35 ihn in Einzelfällen gerade noch einhalten. Pauschale Aussage sind deshalb leider nicht möglich, stattdessen sollte die Lampenauswahl gemeinsam mit einem Spezialisten erfolgen. Die Cosmedico Mitarbeiter beraten Sie gerne. Zur Cosmedico Mitarbeiter-Seite

Was ist, wenn eine Lampe schwarz wird?

Mit zunehmender Betriebsdauer können sich im Elektrodenbereich der Lampen Vergrauungen (Abschwärzungen) bilden, die technisch bedingt unvermeidlich sind. Auf der Elektrodenwendel befindet sich sogenannte Emitterpaste, die den Zündvorgang erleichtert. Bei jeder Zündung verdampft etwas von der Paste und schlägt sich mit der Zeit als ringförmige Abschwärzung auf der Innenseite des Lampenkolbens nieder. Diese Vergrauungen sind nur kosmetischer Natur und haben keinen Einfluss auf die UV-Leistung.

Übrigens: Sogenannte Spaghetti-Lampen vergrauen eventuell schneller an den Lampenenden, da aus Platzgründen der Schutzring um die Elektroden, der die verdampfte Emitterpaste „auffangen“ soll, nicht angebracht werden kann.

Neben den „normalen“ ringförmigen Vergrauungen können auch unregelmäßig geformte, teilweise fleckige sehr dunkle Abschwärzungen schon nach relativ kurzer Betriebsdauer auftreten. Dann liegt in der Regel eine Überlastung der Elektrode vor und es besteht die Gefahr, dass die Lampe frühzeitig ausfällt.

Woran liegt es, wenn eine Lampe nicht zündet?

Es kann verschiedene Ursachen haben, dass eine Lampe nicht zündet.

a. Die Lampe ist defekt. Auch längere Zeit nach der Herstellung können in Einzelfällen Luftzieher auftreten, d.h. durch die undichte Stelle dringt Luft ins Lampeninnere, wodurch das Vakuum abgebaut wird.

b. Der Starter ist defekt und heizt die Elektroden nicht oder nur unzureichend auf, wodurch die Spannungsimpuls zur Zündung der Lampe nicht ausreicht.

c. Die vorliegende Netzspannung liegt zu nahe bei der Wiederschließspannung des Starters, was auch häufig zum sog. „Disco-Effekt“ führt (die Lampen befinden sich im An-Aus-Rhythmus), was zwangsläufig die Abschwärzungen verstärkt (siehe Punkt 15)

Ein Tipp: Falls die Lampe nicht zündet, versuchen Sie es erneut an einer anderen Stelle des Gerätes. Lampen und deren Betriebsmittel weisen Fertigungstoleranzen auf, die sich zueinander so ungünstig verhalten können, dass die Lampe nicht zündet. Es ist unwahrscheinlich, dass an anderer Stelle des Solariums eine ähnliche Konstellation vorliegt.

Welche Rolle spielt der Starter?

Der Starter schließt einen Stromkreis für eine definierte Dauer, um die Elektroden vorzuheizen. Danach unterbricht der Starter das Vorheizen und löst die Zündung aus. Im Prinzip könnte man nun den Starter entfernen, ohne dass die Lampe ausgeht (erlischt).

Auch der Starter altert! Mit zunehmender Anzahl von Schaltzyklen wächst die Gefahr, dass der Starter „kleben“ bleibt und den Vorheizprozess unterbricht. In solchen Fällen sind Überlastungen der Elektroden und vorzeitiger Lampenausfall (siehe Punkt 14) vorprogrammiert. Daher nicht nur die Lampen, sondern auch die Starter regelmäßig austauschen. Bei den „klassischen“ Glühstartern sollte das spätestens bei jedem zweiten Lampenwechsel erfolgen.

Warum darf man eine Hochdrucklampe nicht ohne Filterscheibe betreiben?

Hochdrucklampen geben ein sehr breites Spektrum ab, das vom kurzwelligen UVC bis hin in den langwelligen infraroten Bereich reicht. Für Bräunungszwecke wird jedoch nur die UVA-Strahlung und ein kleinerer Anteil an UVB-Strahlung benötigt, weshalb die erzeugten, aber nicht benötigten Strahlenbereiche herausgefiltert werden. Falls Hochdrucklampen ohne geeignete Filterscheibe verwendet werden, kommt es infolge der sehr kurzwelligen Strahlung innerhalb von Sekunden zu akuten Entzündungsreaktionen in den Augen („Verblitzung“) und der Haut. Darüber hinaus ist es mehr als sinnvoll auch die sichtbare Strahlung herauszufiltern (z.B. mit blauen Filterscheiben), um die starke Blendung zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Warum ist es so wichtig, dass Lampen gut gekühlt werden?

Aufgrund der Arbeitscharakteristik von Leuchtstofflampen erzeugen sie nur bei optimalen Betriebbedingungen ihre maximal mögliche Strahlungsleistung. Sowohl zu geringe Betriebstemperatur (zu starke Kühlung) als auch insbesondere zu hohe Betriebstemperatur (unzureichende Kühlung) geht zu Lasten der Strahlungsleistung. Zudem helfen sachgerechte Betriebsbedingungen beim Erreichen der längst möglichen Nutzlebensdauer.

Was passiert, wenn Lampen älter werden?

Der Alterungsprozess bei Leuchtstoffstofflampen betrifft in erster Linie den Leuchtstoff (auch Phosphor genannt) und im untergeordneten Maß das Kolbenglas. Die Alterung des Leuchtstoffs macht sich in einer geringeren Strahlungsleistung bemerkbar, während die Alterung des Glases dazu führt, dass mehr kurzwellige Strahlung absorbiert wird. Beide Effekte resultieren in einer zunehmend geringeren Wirksamkeit mit längerer Einsatzdauer. Keinesfalls wird die Lampe durch die Alterung gefährlicher, sondern verliert immer an Wirkung.

Die alleinige Lagerung von Lampen führt hingegen zu keiner Beeinträchtigung der Lampenqualität, selbst bei jahrelanger Lagerung soweit diese sachgerecht erfolgt.

Regine Theuerkauf

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